Ausstellungen 2009

Jänner 2009:

Vito Pace –  “Svenska Landskap” (Die österreichische Station)

Jänner 2009: Vito Pace - "Svenska Landskap" Es ist eine Installation des aus Süditalien stammenden Künstlers Vito Pace:“Eine Fotografie und ein, nach dem fotografischen Motiv und in der gleichen Größe gemaltes Ölgemälde hängen nebeneinander.“ Außerdem gehört der Raum, in dem die zwei Exponate gezeigt werden, zum Werk. Genauer: Pace erzwingt Abstand beim Betrachten.

Heiderose Langer schrieb anläßlich dieses Projektes: „Kaum ein Genre in der bildenden Kunst ist so bekannt und beliebt wie die Landschaftsdarstellung. 1994 ließen Komar und Melamid, ein im New Yorker Exil lebendes russisches Künstlerduo, demoskopisch erforschen, welches Motiv amerikanische Bürger gerne in Öl auf Leinwand sehen würden. Es war ein Landschaftsgemälde mit einem überwiegenden Anteil an Blau, einem weiten Himmel und viel Grün.“

Das rührt an eine ganzen Reihe von Fragen; etwa über menschliche Wahrnehmung, über das Verhältnis zwischen Natur und Kultur, also auch zwischen Wildnis und Zivilisation, nicht zuletzt reißt es die stets neue und neu notwendige Debatte darüber an, wofür denn Kunstwerke im Alltag zur Verfügung stehen dürfen oder sollen. (Erbaung? Dekoration? Völliger „Selbstzweck“?)

Das Ensemble wird nun in Gleisdorf gezeigt. Als Beitrag zum Projekt „next code: crossing“. Das ist der dritte Teil einer Trilogie, deren erste zwei Teile – „next code: love“ und „next code: exit“ – Teil des Festivals „steirischer herbst“ waren.

Der österreichische Künstler Martin Krusche, Initiator dieser Treilogie, schrieb in „Von Überquerungen und Kreuzungen des Unabsehbaren“ (Erste Impulse und Schritte für „next code: crossing“): „Ich zähle mich zu jenen Künstlern, deren Arbeit stets auch nach den Bedingungen der Kunst, weiters nach den Bedingungen des Lebens fragen läßt. Noble Distanz zu meiner Umgebung erscheint mir nicht möglich.“

Da treffen sich nun die Intentionen von Krusche und Pace. Außerdem erweist sich der Gleisdorfer „Einraum“ von Barbara Lukas als optimaler Ort für diesen Beitrag, weil er im Zentrum von ein Stück jener Strecke ausmacht, auf der sich das Alltagsleben der Menschen sehr dicht ereignet.

http://www.vitopace.eu/

http://www.svenskalandskap.com/

http://www.svenskalandskap.com/

http://www.van.at/next/code/crossing/set01/page01.htm

______________________________________________________________________________________________________________________________

Februar 2009:

Helga Knöbl – Schöcklbilder

Februar 2009: Helga Knöbl - SchöcklbilderIm Wasser zeigt sich die Farbe. Der Schöckl ist mein Kindheits-Berg. Was ein Berg ist, wurde mir angesichts des Schöckls gezeigt. Jedoch bewandert haben wir die Sommeralm, die sich nicht als Berg sehen läßt. Sie liegt im Alm-Massiv eingebettet, dessen Höhe man mit dem Auto überwindet. Praktisch, die 60er Jahre. Irgendwann als Schulausflug bestieg ich den Schöckl. Ich habe festgestellt, dass ich sein Gestein, seine Vegetation und seine Wege und Straßen nicht liebe. Schon gar nicht gefällt es mir am Gipfel. Technisch ausgerüstete Gebäude stehen herum, Umzäunungen, gefährliche Kanten. Unwirtlich. Das Schutzhaus ist so groß, dass ich mich wundere, welche Gesellschaften sich hier wohl einfinden. Wenn ich meine Haare nicht in Ordnung hatte, verwendete meine Mutter oft das Wort „Schöckl-Hexe“ für mich. Der Schöckl ist von weit her sichtbar. Sogar von Riegersburg ist er mit der Burg im Bild, und der Kulm gesellt sich im intergrund noch dazu. Mein Schöckl-Blick-Platz befindet sich auf dem Gelände des Golfplatzes am Gut Freiberg. Herr Hein hat eine Überdachung gebaut. Sie ist praktisch. Auch Golf spielen verlangt eine Konzentration, die nur an ruhigen Plätzen  aufzubringen ist, ähnlich wie das Malen. Wir verstehen uns gut, die Golfspieler und ich. Der Schöckl verändert täglich seinen Anblick. Sogar die Entfernung verändert sich. Ich frage mich oft, ob er wirklich immer gleich weit weg ist. Oder ist es das Unterbewusste, das Fremde in mir, dem ich mich nahe oder fern fühle? Im Moment des Malens hole ich es her zu mir. Ich banne dieses mächtige Schauspiel der Lüfte und Wolken, der Schatten und Dämpfe auf ein Stück Papier. Sie wirken auf Unbewusstes in mir, das mich aber sicher nach der Farbe greifen und in der Kälte ausharren läßt, bis es fertig ist und ein manifester Schöcklblick geworden ist, von denen es nun einige gibt, von den Milliarden, ja unvorstellbar, wie vielen Möglichen.

______________________________________________________________________________________________________________________________

März 2009:

Moana Wagner, Sigi Reiter – Frau Frosch

März 2009: Moana Wagner Sigi Reiter - Frau Frosch

______________________________________________________________________________________________________________________________

April 2009:

Marie Pilz – Jugendsünden

Marie Pilz im Selbstportrait: Ich male seit fast sieben Jahren Acryl auf Leinwand. Ob ich einen bestimmten Stil oder so habe weiß ich nicht, da ich einfach so male wie es mir richtig erscheint und das male was mich gerade anspricht, mir einfällt, mich inspiriert. Dabei versuche ich zwar stets mein bestes zu geben, da ich aber noch recht jung bin (erst 18) gehe ich davon aus, dass mir meine Bilder in ein paar Jahren als peinlich schlecht erscheinen werden und ich mich fragen werde: „Was hab ich mir dabei eigentlich gedacht?“ Daher der Titel. Da sie mir momentan aber noch gut gefallen, wage ich mich gerne an eine Ausstellung im Einraum heran!

Martin Krusche – next code crossing

April 2009: Martin Krusche - Next Code Crossing

______________________________________________________________________________________________________________________________

Mai 2009:

Martin Krusche – next code break 

Kultursalon

Mai 2009: Kultursalon

______________________________________________________________________________________________________________________________

Juni 2009:

Detlef Hartman – Fluxus

Juni 2009: Detlef Hartmann - Fluxus

______________________________________________________________________________________________________________________________

Juli 2009:

Hubert Klamminger – Designs aus Holz
Bei dieser Ausstellung zeigt der Künstler von der Natur geformte Holzunikate die durch aufwendiges bearbeiten zu edlen Skulpturen ausgearbeitet werden

Juli 2009: Hubert Klaminger - Designs aus Holz

Moonwalk Competition

Juli 2010: Moonwalk Competition

______________________________________________________________________________________________________________________________

August 2009:

Silke – Weisses Rauschen

Niemand erlebt wahre Stille. Wenn nichts um uns Geraeusche erzeugt hoeren wir unsern Herzschlag und das Blut in unseren Adern. Niemand sieht ruhige Bilder. Selbst wenn wir ein Bild betrachten koennen unsere Augen nicht aufhoeren sich zu bewegen. Niemand ist ohne Gefuehl. Auch wenn ein Schmerz uns zum Wahnsinn treibt bis keine Kraft mehr bleibt und wir leer verbraucht sind ist da immer noch ein Gefuehl. Alles unsere Eindruecke sind getruebt. Wie diese Bilder. Und nur in besonderen Momenten verschwindet es. Das Rauschen. Auch die Kamera ob digital oder analog, zerlegt alles in Punkte, so klein das wir das rauschen nicht mehr wahrnehmen.

Schokoladenkonferenz

August 2009: Schokoladenkonferenz

______________________________________________________________________________________________________________________________

September 2009:

Winfried Lehmann – Boatpeople

Figuren aus Stein

September 2009: Winfried Lehmann - Boatpeople

______________________________________________________________________________________________________________________________

Oktober 2009:

Steirischer Herbst

next code crossing

______________________________________________________________________________________________________________________________

November 2009:

Christian Strassegger – MirroAr

November 2009: Christian Strassegger - MIRROaR

______________________________________________________________________________________________________________________________

Dezember 2009:

Tagesstätte Hand in Hand

Dezember 2009: Tagesstätte Hand in Hand      Dezember 2009: Tagesstätte Hand in Hand

Der Bau bzw. die Eröffnung des Integrationshauses Simultania Liechtenstein wurde 2004 auf Grund einer Elterninitiative ermöglicht. Integrationshaus deshalb, weil hier 30 Menschen mit Behinderung (von uns Freunde genannt) betreut werden, sich im Haus eine Kinderkrippe befindet und tagtäglich Schüler aus den umliegenden Schulen das Atelier benutzen. Durch diesen Umstand entsteht die so genannte „zufällige Integration“. Für alle Seiten gilt: Wer möchte, kann, muss sich aber nicht integrieren.
Dieser Ansatz gibt uns Recht. Schüler arbeiten in den einzelnen Gruppenräumen mit, Freunde besuchen den Malunterricht. Durch dieses „sich kennen“ wird auch gemeinsam gegessen, gefeiert und werden Gemeinschaftsprojekte durchgeführt.
Die Bilder dieser Ausstellung sind aus der Idee der Harmonisierung entstanden.
Viele unserer Freunde besitzen motorische Einschränkungen, die das Halten eines Pinsels für sie unmöglich machen. Aus diesem Umstand heraus haben wir begonnen, die Hände durch basale Stimulation zu lockern, um sie dann mit Farbe über das Papier tanzen zu lassen. Dieser „Tanz“ wird von Wohlgerüchen und sanfter Musik begleitet. Die daraus entstehenden Werke werden dann vom Freund und dem Kreativtrainer gemeinsam ausgefertigt. Der Abschlussprozess – das Betrachten des fertigen Werkes – ist einer der wichtigsten Momente der gesamten Arbeit. Zu sehen, dass man etwas Wunderschönes erarbeitet hat, wofür man auch Lob und Bewunderung Außenstehender bekommt, stärkt das Selbstwertgefühl des Freundes ungemein.
„Ich kann etwas – ich werde für etwas bewundert.

______________________________________________________________________________________________________________________________

einraum wird freundlich unterstützt von Kricker Glas – Ihr Bilderrahmenservice

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: